Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Joachim Raupach, der den Jenaer Ringkampfsport über viele Jahrzehnte als Ringer und vor allem als Trainer geprägt hat. Auch viele Sportler unseres Vereins kannten und schätzten ihn.
Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Joachim Raupach, der am 24. Februar 2026 nach langer Krankheit verstorben ist.
Auch wenn Joachim kein Mitglied unseres Vereins war, ist sein Name mit dem Jenaer Ringkampfsport eng verbunden. Viele Ringerinnen und Ringer des KSC Motor Jena kannten ihn, haben von seinem Wirken profitiert oder sind ihm über viele Jahre hinweg begegnet.
Geboren am 19. Mai 1939, kam Joachim nach der Umsiedlung seiner Familie nach Markneukirchen mit dem Ringsport in Berührung. Früh zeigte sich sein großes Talent: 1957 wurde er Deutscher Jugendmeister. Dadurch wurde der damalige Jenaer Cheftrainer Alois Pachmann auf ihn aufmerksam und holte ihn nach Jena. Hier trainierte und kämpfte Joachim von 1957 bis 1964 als aktiver Ringer und machte sich schnell als fleißiger und akribischer Sportsmann einen Namen.
Bereits mit 25 Jahren beendete er seine aktive Laufbahn, um als Trainer Verantwortung zu übernehmen. Parallel dazu absolvierte er seine fachliche Ausbildung und ein Fernstudium zum Diplom-Sportlehrer. Damit begann eine lange und erfolgreiche Trainerkarriere beim SC Motor Jena.
Jochim prägte zahlreiche bekannte Namen des Jenaer Ringkampfsports, darunter Jürgen Möbius, Helmut Strumpf, Uwe Neupert und Hartmut Reich. Seine Sportler errangen bei internationalen Höhepunkten mehr als 20 Medaillen. Stellvertretend dafür stehen die großen Erfolge von Hartmut Reich, der 1977 in Bursa und 1981 in Łódź Europameister sowie 1982 in Edmonton Weltmeister wurde.
Als Trainer war Joachim ein akribischer Methodiker und perfektionistischer Taktiker. Er arbeitete konsequent, systematisch und mit großem Anspruch an seine Sportler. Das machte ihn nicht immer bequem, aber es machte ihn erfolgreich. Ihm ging es stets um die gemeinsame Sache, um Entwicklung, Leistung und den Erfolg im Ringkampfsport. Er erkannte Potenziale, förderte sie mit großer Hingabe und führte viele Athleten zu herausragenden Leistungen.
Auch außerhalb der Matte stand er hinter seinen Sportlern und setzte sich für ihre Interessen ein.
Schon vor der Wiedervereinigung richtete er seinen Blick verstärkt auf die Nachwuchsarbeit. Nach dem Umbruch im deutschen Sport engagierte er sich zeitweise als Nachwuchstrainer im Thüringer Ringerverband und unterstützte später das Training sowie die Bundesliga-Mannschaft des damaligen TuS Jena.
Für Joachim standen im Leben vor allem zwei Dinge im Mittelpunkt: seine Familie und der Ringkampf.
Sein Wirken hat Spuren hinterlassen, die weit über seine aktive Zeit hinausreichen.
Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Ehefrau, seinen Kindern Antje, Ingolf und Heiko sowie seinen Enkeln Stefanie und Philipp.

In tiefer Trauer er war ein herzensguter Mensch und Trainer.Seine Bissigkeit verhalf vielen zum Sieg
Er ist für mich unvergessen.Ruhe in Frieden.